Outdoorkerze creme

Kerzenlexikon (ALLES ÜBER KERZEN VON A -Z)

 

A: Ätherische Öle in der Kerze (sowohl möglich bei Mehrdochtkerzen als auch bei einer Outdoorkerze)

Kerzen können mit ätherischen Düften versetzt werden. Die Möglichkeiten an verschiedenen Gerüchen sind nicht nur angenehm für die Nase und beeinflussen aktiv unser Wohlbefinden, sondern können auch eine sehr effektive antibakterielle Wirkung haben.

Die Kombination der Ölessenzen mit in der Kerzenflamme entstehenden elektrisch geladenen Ionen tötet Bakterien zuverlässig ab, haben britische Wissenschaftler gezeigt.

Bei chemischen Duftstoffen sollte man sich genauer über deren Wirkung und Wirkungspfade erkundigen.

 

B: Bienenwachs

(lateinCeraFlava = gelbes Wachs) ist ein von Honigbienen abgesondertes Wachs, das von ihnen zum Bau der Bienenwaben genutzt wird.

Bei 62 bis 65 °C wird Bienenwachs flüssig. Dadurch ist es geeignet unter Einsatz spezieller Dochtpräparationen in der Herstellung von Kerzen Anwendung zu finden.

Als Ausgangsmaterial für die Produktion von Kerzen wurde es allerdings weitgehend vom preiswerten Stearin und Paraffin verdrängt.

 

C: Christenheit und Kerzen

Wie in den meisten Religionen, so deuten auch in der Christenheit die Kerzen auf das Göttliche hin.

Das Entzünden von Kerzen (Licht) ist im Christentum ein uralter Brauch der Verehrung und des Segens und dies schon seit über 2000 Jahren.

Über das Spenden von Licht hinaus hat die Kerze große symbolische Bedeutung. Die Kerze vertreibt dunkle geheimnisvolle Kräfte und ist ein Symbol für Rettung und Schutz (Hier ist Gott).

Einbezogen in alle in der Kirche stattfindenden christlichen Ereignisse (ob freudig, festlich oder traurig) ist der alte ",Kerzen - licht - Kreislauf" immer noch existent.

 

D: Dochte

Der Docht hat die Aufgabe die flüssige Brennmasse zu transportieren. Es bedarf einer kurzen Zeit bis sich die anfänglich leicht flackernde Flamme stabilisiert und ihre volle Leuchtkraft entwickelt hat.

Maßgebliche Faktoren für die Dochtwahl sind die Materialeigenschaften des Brennstoffes und die damit verbundene Flechttechnik und spezielle Präparation des Dochtes.

Abgesehen von ganz wenigen Spezialanwendungen ist Baumwolle als Dochtrohstoff führend.

Die richtige Dochtwahl ist der entscheidende Aspekt für den perfekten Abbrand einer Kerze. Insbesondere auch deshalb, da nicht nur der Brennstoff sondern auch jegliche Form von Zusatz (Mikrowachse, Düfte, Farben) Einfluss auf das Brennverhalten nehmen. Annähernd können die Dochthersteller Auskunft geben aber letztendlich kann die Eignung von Dochten nur durch Langzeitbrennversuche ermittelt werden.

 

E: Erstarrungspunkt

Der Erstarrungspunkt wird in einem Phasendiagramm der Punkt genannt, bei dem ein Stoff vom festen in den flüssigen Zustand übergeht. Da die Mehrdochtkerzen und Outdoorkerzen von Polarlichter-Kerzen zu 100 % aus Paraffin bestehen, liegt der Erstarrungspunkt bei ca. 50  - 60 °C, d. h. der Kerzenwachs verflüssigt sich bei ca. 50 °C. Deshalb dürfen Kerzen aus Paraffin auch nicht der Sonne ausgesetzt werden, da Verformungen schon in der Nähe des Erstarrungspunktes stattfinden.

 

Outdoorkerze 200 x 200 x 180 mm in creme

F: Farbstoffe

Grundsätzlich werden für das Färben von Kerzen Pigmentfarben oder fettlösliche Farben eingesetzt. Hierbei wird unterschieden zwischen dem Ummanteln mit Farbe (Tauchen) und dem Durchfärben. Beim Durchfärben werden fettlösliche Farbstoffe verwandt, wobei die gesamte Brennmasse gefärbt wird. Zum Tauchen benutzt man Pigmentfarben. Die Kerzen von Polarlichter-Kerzen sind grundsätzlich durchgefärbt.

Einige Kerzenhersteller benutzen zusätzlich noch einen Lacküberzug um ein effektvolles Erscheinungsbild zu erreichen.

Ein Qualitätsunterschied im Brennverhalten zwischen getauchten und durchgefärbten Kerzen existiert nicht.

 

G: Gegossene Kerzen

Gießt man flüssigen Wachs in eine Form und lässt diesen dann aushärten, spricht man von einer gegossenen Kerze. Der Docht wird vorher in die Gießform eingespannt oder nachträglich eingebohrt. Vorteil der gegossenen Kerze ist, dass man so gut wie jede Form an Kerze herstellen kann, sofern man in der Lage ist ein geeignetes Negativ her zu stellen. Die Negative können dann meist viele Male verwendet werden.

 

H: Historie der Kerze

Kerzen gibt es seit ungefähr 3000 Jahren. Der Vorläufer der Kerzen waren die Fackeln. Auch hatten die ersten Kerzen, die im vorderen Orient erstmals auftauchten, nicht viel mit dem Erscheinungsbild  heutiger Kerzen zu tun. So hatten sie z.B. keine Dochte, sondern bestanden aus Stroh, Hanf, Schilfrohr usw., welches man in Fett oder Harz tauchte und anzündete. Den Geruch kann man sich vorstellen.

Kerzen mit Bienenwachs als Brennstoff wurden erst deutlich später verwendet. Die älteste noch erhaltene Wachskerze ist ca. 1900 alt.

Schon im Mittelalter war Bienenwachs sehr teuer und so konnten sich nur Kirchen und Fürstenhäuser diese leisten. Der kleine Bürger brannte weiterhin stark rauchende Kienhölzer ab.

Erste Produktionsstätten für Kerzen Ende des 18. Jahrhunderts führten zu einer größeren Verbreitung.

Der französische Chemieprofessor Eugenè Chevreul meldete 1824 ein Patent zur Herstellung von Kerzen aus Stearin (natürliches Wachs, gewonnen aus Palmöl) an. Dem folgte 1825 ein Zusatzpatent für die Verwendung eines chemisch konservierten und geflochtenen Dochtes. Damit begann das Zeitalter der Kerze, wie wir sie heute kennen.

Heute ist die Kerze ein beliebter Dauerbrenner, der sich in allen möglichen Farben, Formen und Düften großer Beliebtheit erfreut.

 

I: Indoor - Kerzen

Wie der Name schon sagt sind diese Kerzen nur für den Innenbereich geeignet. Die Stärke und Saugkraft der Dochte hält Wind und Wetter nicht stand.

 

J: Jahreszeit für Kerzen

Die Jahreszeit der Kerzen war gemeinhin die dunklere Jahreszeit (Oktober bis Februar) insbesondere die Advents- und Weihnachtszeit. Mit dem Aufkommen der Outdoor-Kerzen sind Kerzen heute auch fester Bestandteil von Gartenfesten, Outdoor-Events oder nur als Dekoration für den Außenbereich.

 

K: Kerze

Eine Kerze besteht aus einem meist geometrischen Körper, der den Brennstoff (Paraffin, Stearin etc.) darstellt. Dieser Brennstoff  schmilzt bei hohen Temperaturen, ist aber bis ca. 50 °C fest. In diesen Körper ist ein oder mehrere (je nach Kerzengröße) saugfähiger, speziell präparierter Baumwollfäden (Dochte) eingearbeitet.

Nach Anzünden des Dochts schmilzt der Kerzenbrennstoff. Durch die Kapillarwirkung des Dochts wird flüssiger Brennstoff in die Flamme transportiert, wo er verdampft, um dann in Gegenwart von Sauerstoff zu verbrennen.

Das Aufsteigen der warmen Verbrennungsgase  versorgt die Flamme mit unverbrauchter Luft und gibt der Kerzenflamme die charakteristische langgestreckte Form.

 

L: Lagerung

Die Kerzenlagerung sollte idealerweise dunkel, kühl und trocken statt finden. Bei sachgemäßer Lagerung ist ein Qualitätsverlust nicht zu erwarten.

 

M: Mehrdochtkerzen

Kerzen, die aufgrund ihrer Größe mehrere Dochte besitzen. Ein einzelner Docht hat nicht die Saugkraft um bei einer großen Kerze einen zufriedenstellenden Abbrand zu gewährleisten. Oder er müsste so stark sein, dass ein „Rußen“ wahrscheinlich bzw. unvermeidbar wäre. Die Dochtauswahl bei Mehrdochtkerzen ist von höchster Komplexibilität, da sich die Dochte in der Kerze gegenseitig beeinflussen. Nur immer wiederkehrende Brennversuche, die auch die Zusammensetzung der Brennmasse und die Menge an zugesetzten Farbstoff berücksichtigen, gewährleisten einen perfekten Abbrand der Kerze.

 

N: Namenskerzen

Einige Kerzenhersteller bieten die Möglichkeit Kerzen individuell mit dem Schriftzug eines gewünschten Namens zu verzieren. Diese Kerzen werden dann Namenskerzen genannt.

 

O: Outdoorkerzen

Wie der Name schon sagt sind diese Kerzen nur für den Außenbereich gefertigt. Sie zeichnen sich durch spezielle Wachsmischungen und in erster Linie durch sehr starke speziell präparierte Dochte aus. Outdoor-Kerzen brennen eher wie Fackeln und auch ein „Rußen“ ist nicht zu vermeiden. Dafür trotzen sie auch Wind und Wetter. Bitte die Brennanleitung beachten.

 

P: Paraffin

(lateinischparum affinis, „wenig verwandt“ bzw. „wenig reaktionsfähig“) bezeichnet ein Gemisch aus Alkanen (gesättigte Kohlenwasserstoffe) mit der allgemeinen Summenformel CnH2n+2. Für die Herstellung von Kerzen wird das sogenannte Hartparaffin verwandt, welches einen Schmelzpunkt von ca. 50 und 60°C besitzt. Aufgrund seiner Eigenschaften und Ungiftigkeit ist Hartparaffin ein idealer Stoff für die Fertigung von Kerzen, zumal diese vorwiegend in geschlossenen Räumen verwandt werden und keine Schadstoffe enthalten dürfen.

 

Q: Quadratische Mehrdochtkerzen

Eine besondere Herausforderung im Bereich der Kerzen ist die Herstellung von quadratischen Mehrdochtkerzen. Da diese nicht komplett runter brennen, sondern der Kerzenkörper ausgehöhlt wird, ist der Zusammensetzung der Brennmasse und der richtigen Dochtwahl eine ganz besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Hier unbedingt die Brennanleitung und die maximale Brenndauer beachten.

 

R: Rußbildung

Kerzen neigen zeitweise zum Rußen. Dies kann verschiedene Gründe haben.

Hierbei muss man zwischen Outdoorkerzen und Mehrdochtkerzen unterscheiden.

Outdoor-Kerzen haben einen sehr starken Docht, damit sie bei Wind und Wetter nicht gleich erlöschen. Sie brennen vergleichbar einer Fackel und rußen immer.

Bei den Mehrdochtkerzen kann eine für den Brennstoff ungeeignete Dochtauswahl zum Rußen führen. Desweiteren führen zu lange Dochte zum Rußen. Hier sollte beachtet werden, dass ein Docht von ca. 1 cm Länge das Optimum darstellt. Zum Kürzen der Dochte können spezielle Dochtscheren benutzt werden.

 

S: Stearin

Stearin wird als Alternative zu Paraffin als Kerzenrohstoff für die Herstellung der Kerzenbrennmasse verwendet. Es handelt sich hierbei um ein Gemisch aus Stearin- und Palmitinsäure, das vorwiegend aus Palmöl und tierischen Fetten gewonnen wird.

Der Schmelzbereich von Stearin liegt zwischen 60 und 70 °C.

Stearin gilt als der natürliche Kerzenrohstoff, wobei darauf hinzuweisen wäre, dass Stearin aus Palmöl gewonnen wird. Die Problematik der Gewinnung von Palmöl ist hinreichend durch die Presse gegangen.

 

T: Teelichter

Unter Teelicht versteht man eine kleine Kerze in einem Napf aus Aluminium, selten aus anderem Metall oder Glas. Die häufigste Größe der Teelichter ist ca. 40 mm im Durchmesser mit einer Brenndauer von 3 – 4 Stunden.

 

U: Untersetzer

Beim Abbrennen von Kerzen sollte man stets einen hitzebeständigen, feuerfesten Untersatz benutzen. Hierzu eignet sich sehr gut Schiefer. Die etwas edlere Variante stellen Kerzenständer dar.

 

V: Vybar

Kerzenbrennmassen aus Paraffin wird häufig auch Stearin zugesetzt. Dies hat verschiedenartige Gründe.

Vybar ist ein Additiv, welches Kerzen aus Paraffin in sehr geringen Konzentrationen als Ersatz für Stearin zugesetzt wird. Dies führt zu einer besseren Ausformbarkeit. Die Kerzen sind brillanter im Glanz und der Farbgebung.

 

W: Wachsflecken

Ein ewiges Ärgernis. Nicht aufgepasst und die Kerze ist ausgelaufen.

Abhilfe: Wachsflecken bekommt man mit Hilfe von saugfähigem Papier (Flies- oder Löschpapier) aus Textilien. Dafür legt man das Papier auf den Fleck und bügelt mit einem heißen Bügeleisen darüber. Das Papier saugt den Wachs auf. Bei mehrfacher Wiederholung ist der Fleck aufgezogen.

 

X: X-mas

Im englischen Sprachraum wird die Schreibweise X-mas oft für Christmas (Weihnachten) verwendet, also die Zeit in der die Kerze im Mittelpunkt des Geschehens steht.

 

Y: hier fällt mir nichts ein. Können sie helfen?

 

Z: Zusätze von mikrokristallinen Wachsen

Mikrowachse (auch mikrokristalline Wachse genannt) werden ebenso wie das Paraffin aus der Destillation von Mineralölen gewonnen.

Die Mikrowachse weisen Erstarrungspunkte zwischen 70 und 80 °C auf. Durch Zugabe von mikrokristallinen Wachsen können die Wärme- und Kälteeigenschaften von Kerzen zweckgebunden verändert werden.

 

ES GRÜßT POLARLICHTER-KERZEN, Thomas Meyer